Organisation – Transformation – Gesellschaft (M.A.)

Organisationen stehen heute vor tiefgreifenden Veränderungen: gesellschaftliche Spaltungen, Fragen von Gerechtigkeit, Diversität und Demokratie. Diese Herausforderungen erfordern mehr als neue Strukturen – sie brauchen Menschen, die Organisationen verstehen und Wandel reflektiert gestalten können.

Der Master Organisation – Transformation – Gesellschaft (OTG) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg verbindet wissenschaftliche Exzellenz, Praxisnähe und gesellschaftliche Verantwortung. Er qualifiziert Sie dazu, Organisationen in Zeiten des Wandels professionell zu begleiten, Veränderungsprozesse zu analysieren und nachhaltige Entwicklung aktiv mitzugestalten.

Steckbrief

Abschluss
Master of Arts
Zugang
Qualifikationsfeststellungsverfahren
Regelstudienzeit
4 Semester
Unterrichtssprache
vollständig auf Deutsch
Fakultät
Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
Studienbeginn
Wintersemester
Größe
<25
Besondere Studienformen
Weiterbildungs-/berufsbegleitender Studiengang
Studiengang im Detail

Worum geht es im Studiengang?

Der berufsbegleitende Masterstudiengang Organisation – Transformation – Gesellschaft an der FAU Erlangen-Nürnberg bietet Ihnen die Gelegenheit, eine Expertise der pädagogischen Organisationsentwicklung auszubilden und zu stärken, die auf gesellschaftliche Herausforderungen unserer Zeit Antwort geben kann.

In einer diversen und dem Anspruch nach inklusiven Gesellschaft, die durch Autokratie und Demokratieabbau, durch Kriege und planetare Krisen bedroht ist, nehmen Organisationen eine zentrale Rolle ein: Sie reagieren nicht nur auf gesellschaftliche Veränderungen und passen sich diesen an, sondern sie gestalten Gesellschaft. Kurz: Organisationen verantworten gesellschaftliche Transformation. Die Frage nach einer gerechten, inklusiven und diversen Gesellschaft ist deshalb immer auch eine Frage nach der Möglichkeit einer gerechten, inklusiven und diversen Organisation.  

In einer organisationspädagogischen Perspektive thematisiert der Studiengang Organisationsentwicklung als mit gesellschaftlicher Transformation verbunden. Über eine sozialwissenschaftliche Fundierung bietet der Studiengang eine reflexive Professionalisierung im Feld der Organisationsentwicklung an, die auf eine professionelle Haltung und auf ein kritisches Problembewusstsein abzielt. Beides bildet die Grundlage für eine organisationspädagogische Analyse und Gestaltung organisationaler Lern- und Transformationsprozesse. 

Die erkenntnisleitende Frage „What the hell is going on?“ und die reflexive Haltung eines „Staying with the problem“ sind dabei die grundlegenden Pfeiler der wissenschaftlichen Weiterbildung. Sie ermutigen und fordern zugleich auf, neugierig zu sein, sich irritieren und überraschen zu lassen und Probleme auszuhalten. Sie bilden den Korridor eines organisationspädagogischen Sehens, Denkens und Handelns, welches sich den Fragen annimmt: Was sind die Probleme, die in und durch Organisationen bewegt, diskutiert oder verdrängt werden? Wie können in Organisationen Räume des Dialogs und der Kritik entstehen oder eingerichtet werden? Wie können Organisationen pädagogisch entwickelt werden? 

  • Das Studium ist in 12 Module gegliedert. Theoretische Kernmodule verzahnen sich dabei eng mit organisationspädagogischen Einheiten. In Modulen der Reflexiven Professionalisierung wird Erlerntes transferiert und reflektiert, so dass Fachkompetenz durch Methodenwissen erlebbar wird. 
  • Sie finden eine detaillierte Beschreibung aller Module im Modulhandbuch. Maßgeblich für den Studiengang ist die Studien- und Prüfungsordnung.  
  • Für Ihre genau Studien- und Terminplanung (Terminübersicht der Veranstaltungen) kontaktieren Sie gerne jenny.kipper@fau.de

Der Studiengang orientiert sich didaktisch an modernen Lerntheorien. Die Varianz der Lehrveranstaltungen und Dozierenden erlaubt Theorie- und Methodenvielfalt. Der Studiengang lebt von einer kleinen Kohortengröße (max. 20 Personen), die als geschlossene Kleingruppe die vier Semester verbringen, so dass eine konstante vertraute Arbeitsatmosphäre kontinuierliches Lernen ermöglicht. Die Dozierenden sind alle Experten im Schaffen konstruktiver Lernräume. Theoretische Kernmodule sind im Verlauf eng mit den reflexiven Veranstaltungen verknüpft. Die organisationspädagogischen Veranstaltungen rahmen beides. Kontinuierliche Evaluation und ein eng verzahntes und bekanntes Dozierendenteam sichern Wissens- und Qualitätstransfer durch alle Semester und öffnen Räume, in dem Aushandlungen, Dialoge und (selbst)reflexive Prozesse auf der Basis sozialwissenschaftlicher Theorie und Organisationsentwicklungsmethoden stattfinden können.

Für das Studium Organisation – Transformation – Gesellschaft (OTG) sind Interesse an Veränderungsprozessen sowie die Bereitschaft zur Reflexion besonders wichtig.

Darüber hinaus sind folgende Punkte hilfreich:

  • Interesse an Organisationen und gesellschaftlichem Wandel
    Sie beschäftigen sich gerne mit der Frage, wie Organisationen funktionieren und wie Veränderung gestaltet werden kann.
  • Analytisches und systemisches Denken
    Sie haben Freude daran, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und unterschiedliche Perspektiven miteinander zu verknüpfen.
  • Mind. 2 jährige Berufserfahrung
    Praktische Erfahrungen im organisationsbezogenen Umfeld erleichtern den Transfer zwischen Theorie und Praxis.
  • Kommunikations- und Reflexionsfähigkeit
    Sie sind offen für Austausch und bereit, das eigene berufliche Handeln kritisch zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Formale Zulassungsvoraussetzungen:

  • Ein mit mindestens der Note 3,00 abgeschlossenes Hochschulstudium (Diplom, Magister, Staatsexamen, Master oder Bachelor) oder ein gleichwertiger in- oder ausländischer Abschluss.
  • In der Regel eine mindestens zweijährige einschlägige Berufstätigkeit nach dem ersten Hochschulabschluss.
  • Die erfolgreiche Teilnahme am Qualifikationsfeststellungsverfahren.

Das Studium an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit hoher Praxisnähe und einem interdisziplinären Blick auf Organisation, Transformation und Gesellschaft. Dadurch entwickeln Sie nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern profitieren auch von einem starken Forschungsumfeld und einem engen Bezug zur beruflichen Praxis.

  • Veränderungen wirksam begleiten
    • Sie gestalten Veränderungsprozesse systematisch und professionell und erkennen Entwicklungsbedarfe.
  • Organisationen strategisch weiterentwickeln
    • Sie verbinden wissenschaftliche Analyse mit praktischer Handlungskompetenz.
  • Konflikte verstehen und moderieren
    • Sie lernen, Spannungen produktiv zu bearbeiten und unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen.
  • Forschung und Praxis verbinden
    • Sie entwickeln Lösungen auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und übertragen diese direkt in Ihren beruflichen Kontext.
  • Ihre professionelle Rolle stärken
    • Durch kontinuierliche Reflexion entwickeln Sie Ihre eigene Haltung als Organisationsentwicklerin, Beraterin oder Führungskraft weiter.

Ein Abschluss im Studiengang Organisation – Transformation – Gesellschaft (OTG) eröffnet Ihnen vielfältige berufliche Perspektiven, insbesondere in den Bereichen Organisationsentwicklung, Beratung und Veränderungsmanagement.

Nach dem Studium können Sie beispielsweise tätig werden als:

  • Organisationsentwicklerin bzw. Organisationsentwickler
  • Transformations- oder Change Managerin bzw. Change Manager
  • Prozessbegleiterin bzw. Prozessbegleiter
  • Beraterin bzw. Berater für Organisations- und Personalentwicklung
  • Führungskraft mit Verantwortung für Veränderungs- und Entwicklungsprozesse
  • Referentin bzw. Referent für Strategie, Innovation oder Personalentwicklung
  • Projektleitung für Organisations- und Transformationsprojekte
  • Coach oder Moderatorin bzw. Moderator für Beteiligungs- und Entwicklungsprozesse
  • DiversityexpertIn/-beauftragte
  • InklusionsexpertIn/-beauftragte
  • GleichstellungsexpertIn/-beauftragte
Bewerbung zum Studium

Zugangsvoraussetzungen und Bewerbung

Die folgenden Informationen richten sich an deutsche Bewerbende sowie Bildungsinländer/-innen. Für internationale Studieninteressierte können abweichende Regelungen und Fristen gelten.

Zugang

  • Master: Qualifikationsfeststellungsverfahren

Bewerbungsfrist

  • Wintersemester: 27.09.
  • Sommersemester: nicht möglich

Sprachkenntnisse

Voraussetzungen für Master

Formale Zulassungsvoraussetzungen sind:

  1. ein mit mindestens der Note 3,00 abgeschlossenes Studium an einer Hochschule (Diplom, Magister, Staatsexamen, Master oder Bachelor) bzw. ein sonstiger gleichwertigen im Hinblick auf die Qualifikation nicht wesentlich unterschiedlichen in- oder ausländischer Abschluss;
  2. eine in der Regel mindestens zweijährige i. S. d. Abs. 2 einschlägige Berufstätigkeit nach Abschluss des Studiums gemäß Nr. 1; 
  3. die erfolgreiche Teilnahme an dem Qualifikationsfeststellungsverfahren.
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